Sammeln
Santa Maria de la Salute im Nebel
Der Nebel schmiegt sich wie ein kühles, feuchtes Tuch um meine Wangen. Er schmeckt nach Salz und altem Stein, ein Duft, der nur Venedig gehört. Die Luft ist still, so still, dass ich das leise Plätschern der Wellen gegen die Gondeln hören kann, die vor mir im Dunst tanzen. Es ist ein sanftes, rhythmisches Schaukeln, ein Wiegenlied für eine Stadt, die noch nicht ganz erwacht ist.
Die Melodie des Sturms
Ich stehe am Fenster, die Handflächen leicht gegen das kalte Glas gepresst, und atme den Augenblick ein. Es ist ein Moment, der sich von der linearen Zeit gelöst hat, ein Vakuum, in dem die Welt draußen in einem einzigen, dramatischen Atemzug gefangen ist. Ich bin geschützt, doch die Kälte des Glases dringt wie eine Ahnung der draußen tobenden Elemente bis in meine Knochen. Es ist nicht die Kälte des Winters, sondern die scharfe, feuchte Kälte eines Herbststurms, der das Wasser des Sees aufwühlt und die Luft mit einer elektrischen Spannung auflädt.
Der Marmor und die Stille im Lärm
Ich stehe mitten in diesem Strom, aber ich bin nicht Teil davon. Die Kälte beißt in meine Wangen, eine trockene, klare Winterluft, die nach Abgasen und einem Hauch von gebrannten Mandeln riecht, ein ferner Gruß vom Weihnachtsmarkt. Meine Füße ruhen auf dem nassen, spiegelnden Pflaster des Platzes, das die blasse Sonne in tausend flüchtigen Reflexen einfängt. Es ist ein Meer aus Grau und Braun, durch das sich die dunklen Mäntel der Eiligen bewegen.
Ein kleiner Kanal
Die Dämmerung legt sich wie ein sanfter Schleier über Venedig. Ich stehe am Rande eines kleinen Kanals und atme die kühle Abendluft ein. Der Tag war lang, meine Schritte schwer, doch hier, in dieser stillen Gasse, finde ich einen Moment des Friedens. Das Wasser unter...
Corrado-Arato
Ich stehe am Rand, die kalten Steine des Ufers drücken leicht gegen meine Stiefelsohlen. Über mir spannt sich der Himmel, ein weiches, milchiges Grau, das das Licht filtert und alles in eine gedämpfte, fast melancholische Klarheit taucht. Mein Blick folgt der Linie...
luna sui canali
Ich stehe hier, wo das Pflaster feucht ist und die Nacht den Tag verschluckt hat. Es ist still, eine Stille, die nicht leer ist, sondern gefüllt mit dem leisen Atmen der Stadt. Über mir, riesig und fast unheimlich nah, hängt der Vollmond. Sein Licht ist nicht kalt, es ist ein milchiges, sanftes Leuchten, das den feinen Nebel durchdringt, der über dem Wasser liegt.





