Schreiben

Liebe ohne Sicherheitsnetz: Jannis und Rubi

Zwei Menschen, die das Weggehen beherrschen Jannis Frey kann gehen. Er kündigt seinen Job, löst sein Leben in Frankfurt auf und fliegt mit einem One-Way-Ticket nach Australien. Rubi Buchanan kann ebenfalls gehen. Sie taucht auf, verschwindet wieder und hinterlässt...

Das Outback als schonungsloser Spiegel

Eine Landschaft, die nicht beeindrucken muss

Das australische Outback ist so groß, dass menschliche Dramen darin zunächst klein wirken. Genau darin liegt seine Kraft. In „Hitze flackert nicht“ dient die rote Mitte Australiens nicht als dekorative Abenteuerkulisse. Sie ist eine Gegenkraft zu allem, was Jannis Freys altes Leben bestimmt hat.

In Frankfurt reagieren Bildschirme im Sekundentakt. Im Outback kann ein Horizont stundenlang unverändert bleiben. In der Finanzwelt verwandelt Jannis Unsicherheit in Zahlen. In der Wüste wird Unsicherheit körperlich: Reicht das Wasser? Wo ist Schatten? Wie weit ist das nächste Lager? Was geschieht, wenn der eigene Kopf beginnt, Dinge zu sehen, die nicht existieren?

One-Way nach Darwin

One-Way nach Darwin: Flucht oder Aufbruch?

Frankfurt, kurz vor acht Uhr morgens. Regen klirrt gegen die Scheiben, Zahlen springen über sechs Monitore, und Jannis Frey begreift, dass er nichts mehr sieht. Er ist anwesend und doch längst verschwunden. Dann drückt er einen Knopf. Ein millionenschwerer Verlust entsteht – vielleicht aus Versehen, vielleicht als unbewusster Befreiungsschlag.

Warum „Hitze flackert nicht“ zurückkehrt

Ein Roman, der weiterreist Manche Geschichten enden mit dem letzten Satz. Andere bleiben in Bewegung. Sie verändern ihren Klang, weil auch wir uns verändern. „Hitze flackert nicht“ ist für mich eine solche Geschichte. Der Roman kehrt nun in einer Neuauflage zurück –...