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Rialto im Nebel

Rialto im Nebel

Der Nebel legt sich wie ein feuchter, grauer Schleier über Venedig. Er schluckt die Geräusche und die Farben, lässt nur gedämpfte Echos und blasse Konturen zurück. Ich stehe am Ufer des Kanals, meine Finger umklammern das kühle, schmiedeeiserne Geländer einer fast...

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Das goldene Schweigen

Das goldene Schweigen

Ich stehe still. Der Atemzug, den ich halte, ist der einzige Laut in dieser Gasse, die sich wie ein dunkler, steinerner Kanal zwischen den alten Palazzi hindurchzieht. Über mir spannt sich das tiefe, samtene Schwarz der Nacht, unendlich und ohne Sterne, doch es ist nicht dunkel. Es ist ein Bad in goldenem Licht.

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Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Der Atemzug, den ich nehme, ist kalt und schmeckt nach Salz und altem Stein. Es ist diese Stunde, in der die Welt noch nicht ganz wach ist, aber auch nicht mehr schläft. Ich stehe hier oben, auf dem Holz, das unter meinen Füßen leicht federt, und blicke in die Stille.
Der Himmel ist ein Wunder, ein einziges, zartes Versprechen. Er ist nicht blau, er ist ein verwaschenes Rosa, ein Lavendelton, der sich langsam in ein tiefes Violett an den Rändern der Dächer verliert. Dieses Licht ist so weich, dass es die Härte der Palazzi mildert. Ich sehe die gotischen Fensterbögen auf der linken Seite, die wie Spitzenstickereien aussehen, und frage mich, wie viele Leben sie schon beobachtet haben. Sie sind alt, ja, aber in diesem Licht wirken sie nicht müde, sondern nur geduldig.

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Santa Maria de la Salute im Nebel

Santa Maria de la Salute im Nebel

Der Nebel schmiegt sich wie ein kühles, feuchtes Tuch um meine Wangen. Er schmeckt nach Salz und altem Stein, ein Duft, der nur Venedig gehört. Die Luft ist still, so still, dass ich das leise Plätschern der Wellen gegen die Gondeln hören kann, die vor mir im Dunst tanzen. Es ist ein sanftes, rhythmisches Schaukeln, ein Wiegenlied für eine Stadt, die noch nicht ganz erwacht ist.

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Abends im Dorf

Abends im Dorf

Der Tag neigt sich, und das Licht tut weh, aber auf die schönste Art. Es ist dieses späte, goldene Leuchten, das die Welt in eine flüchtige, unwirkliche Bühne verwandelt. Ich stehe hier, wo das Kopfsteinpflaster der Gasse steil zum Wasser abfällt. Jeder Stein, jede...

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Die Stunde, in der die Laternen flüstern

Die Stunde, in der die Laternen flüstern

Ich stehe zwischen den Mauern, die den Himmel tragen, und spüre, wie die Nacht sich langsam in den Stein zurückzieht. Der Nebel liegt wie ein Schleier über dem Kanal, dick genug, um die Welt zu verschleiern, aber durchlässig genug, um die Laternen durchscheinen zu lassen. Ihr Licht ist nicht grell, nicht fordernd – es ist sanft, fast schüchtern, als würde es sich entschuldigen, die Dunkelheit zu stören.

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