Sammeln
Die Melodie des Sturms
Ich stehe am Fenster, die Handflächen leicht gegen das kalte Glas gepresst, und atme den Augenblick ein. Es ist ein Moment, der sich von der linearen Zeit gelöst hat, ein Vakuum, in dem die Welt draußen in einem einzigen, dramatischen Atemzug gefangen ist. Ich bin geschützt, doch die Kälte des Glases dringt wie eine Ahnung der draußen tobenden Elemente bis in meine Knochen. Es ist nicht die Kälte des Winters, sondern die scharfe, feuchte Kälte eines Herbststurms, der das Wasser des Sees aufwühlt und die Luft mit einer elektrischen Spannung auflädt.
Der Atem der Steine
Ich stehe hier, und die Welt ist ein einziger, feuchter Atemzug. Der Nebel hat alles verschluckt, die Geräusche, die Ecken, die Eile. Er liegt schwer und kühl auf meiner Haut, ein Schleier aus Grau und Blau, der die Konturen der alten Palazzi weichzeichnet. Ich bin allein, eine stille Beobachterin in dieser flüssigen Stille.
Gondeln im NEbel
Der Nebel legt sich wie ein feuchter Schleier über Venedig, dämpft die Geräusche und hüllt die Welt in ein sanftes, graues Licht. Ich ziehe meinen Mantel enger um mich und atme den Geruch von feuchtem Stein und Salz ein, ein Duft, der so untrennbar mit dieser Stadt...
Venedigs Kanäle bei Nacht
Die Luft ist kühl und riecht nach feuchtem Stein und dem salzigen Versprechen des nahen Meeres. Ich lehne an der Brüstung, das Holz ist glatt und kalt unter meinen Händen. Unter mir gleitet ein kleines Boot durch das schmale, dunkle Wasser des Kanals, sein Scheinwerfer schneidet einen unruhigen, milchigen Fleck in die Schwärze.



