Schreiben
Fluchtpunkt, Exil, Provence – wenn Weglaufen zur Begegnung wird
Es gibt Fluchten, die sehen aus wie Neuanfänge. Neuer Ort, neues Licht, neue Routinen. Aber innerlich bleibt alles am gleichen Haken hängen. In Seele im Exil: Wenn Stille lauter ist als Lärm geht Julian genau diesen Weg: raus aus Macht, Geld, Einfluss — hinein in...
Freiheit ist kein Plan – Bretagne, Wind und das Ende der Kontrolle
Manche Menschen sind ihr eigenes System. Sie funktionieren. Sie rechnen. Sie optimieren. Und sie nennen das dann „Sicherheit“. Bis sie an einem Ort landen, der sich nicht optimieren lässt. Die Bretagne ist so ein Ort. Granit, salzige Luft, Wetter, das keine Meinung...
Nicht verfügbar sein – und trotzdem da
Es gibt diese Sorte Müdigkeit, die nicht von zu wenig Schlaf kommt. Sondern von zu viel Kontakt. Zu vielen Erwartungen. Zu vielen offenen Tabs im Kopf. Und irgendwann entsteht dieser Wunsch, der gleichzeitig banal und radikal ist: nicht erreichbar sein. Nicht als...
Warum Stille gefährlich sein kann – und warum Grenzen manchmal leiser sind als Worte
Stille gilt als Ideal: raus aus dem Lärm, rein in die Ruhe. Ein Haus am Rand, ein Garten, ein Hund – und endlich keine Menschen mehr, die etwas wollen. Aber Stille ist nicht automatisch Frieden. Im Roman *Reet* zieht sich Hannes, ein verwitweter Ex-Banker, an die...
Warum die Bretagne der beste Ort für eine Krise ist
Es gibt Orte, die schmeicheln der Seele, und es gibt Orte, die fordern sie heraus. Die Bretagne gehört zur zweiten Kategorie. In meinem neuen Roman schicke ich den Ex-Banker Henri Voss genau dorthin. Warum? Weil man sich vor dem Atlantik nicht verstellen kann. Die...
Warum Weglaufen nicht immer Feigheit ist – Die Kunst des Verschwindens
Wir lernen früh: Stell dich deinen Problemen. Lauf nicht weg. Beende, was du angefangen hast. Das sind gute Ratschläge für Schulaufgaben oder Steuererklärungen. Aber was, wenn das "Problem" nicht eine einzelne Aufgabe ist, sondern die gesamte Konstruktion, in der wir leben?
Der See als Spiegel: Die Symbolik des Wassers in Seele im Exil
Ein Ort, der mehr sagt als tausend Dialoge
Der See in Seele im Exil ist nicht nur eine Landschaft.
Er ist Spiegel, Bühne, Resonanzraum — und einer der wichtigsten „Charaktere“ des Romans.
Schon beim ersten Auftauchen steht fest:
Dieser See ist nicht einfach da.
Er beobachtet.
Er kommentiert.
Er zeigt, was Julian nicht aussprechen kann.
Während Menschen im Roman Dinge verschweigen, flüstert der See die Wahrheit.
Einsamkeit, Wahrheit und Nähe: Die psychologische Tiefe von Seele im Exil
Ein Roman, der mehr fragt als er antwortet
Auf den ersten Blick scheint Seele im Exil eine Geschichte über Rückzug zu sein.
Doch schon nach wenigen Seiten wird klar:
Dies ist keine Fluchtgeschichte – es ist eine Konfrontation mit der eigenen Wahrheit.
Der Roman legt offen, wie dünn die Schicht ist, die uns vor uns selbst schützt.







