Sammeln

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Der Atemzug, den ich nehme, ist kalt und schmeckt nach Salz und altem Stein. Es ist diese Stunde, in der die Welt noch nicht ganz wach ist, aber auch nicht mehr schläft. Ich stehe hier oben, auf dem Holz, das unter meinen Füßen leicht federt, und blicke in die Stille.
Der Himmel ist ein Wunder, ein einziges, zartes Versprechen. Er ist nicht blau, er ist ein verwaschenes Rosa, ein Lavendelton, der sich langsam in ein tiefes Violett an den Rändern der Dächer verliert. Dieses Licht ist so weich, dass es die Härte der Palazzi mildert. Ich sehe die gotischen Fensterbögen auf der linken Seite, die wie Spitzenstickereien aussehen, und frage mich, wie viele Leben sie schon beobachtet haben. Sie sind alt, ja, aber in diesem Licht wirken sie nicht müde, sondern nur geduldig.

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Das Gold auf dem nassen Stein

Das Gold auf dem nassen Stein

Ich stehe hier, mitten auf dem Campo, und spüre, wie die Kälte des Regens langsam durch meinen Mantel zieht. Es ist kein harter Guss mehr, nur noch ein feines, stetiges Rauschen, das die Stille nicht bricht, sondern nur untermalt. Die Luft riecht nach altem Stein und...

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Einsam am See

Einsam am See

Der Moment ist so still, dass er fast wehtut. Ich sitze hier, auf dem Ende des Holzstegs, die Füße baumeln knapp über der spiegelglatten Oberfläche des Sees. Es ist noch nicht ganz Tag, eher eine lange, tiefe Dämmerung, die alles in ein monochromes Blau taucht. Das Licht, das von irgendwo hinter dem dichten Waldsaum kommt, ist kein warmes Leuchten, sondern ein kalter, silberner Schein, der den Nebel über dem Wasser fast greifbar macht.

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Die Farbe der Stille

Die Farbe der Stille

Ich stehe auf dem kalten Stein, der noch die Feuchtigkeit der Nacht atmet. Meine Schritte sind leise, fast unhörbar auf diesem alten Pflaster, das sich wie eine graue Zunge am Kanal entlangzieht. Es ist dieser Moment, bevor die Stadt wirklich erwacht, in dem die Geräusche noch weit entfernt sind und die Luft kühl und klar ist.

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Das Licht auf dem silbernen Wasser

Das Licht auf dem silbernen Wasser

Ich stehe hier, wo das Land endet und das Wasser beginnt, und ich bin der einzige Zeuge dieses Theaters aus Licht und Sturm. Die Welt ist ein tiefes, atmendes Indigo, ein Farbstich, der sich zwischen die letzten Schatten des Tages und die unerbittliche Kälte der Nacht geschoben hat. Es ist eine Stunde, in der die Zeit selbst zu zögern scheint, ein gedehnter Moment, der sich wie ein feuchter Mantel um meine Schultern legt.

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Sonne über Il Redentore

Sonne über Il Redentore

Ich stehe hier, und die Welt ist ein einziger, tiefer Atemzug. Es ist noch früh, oder schon spät, das Licht ist so dick und golden, dass die Zeit verschwimmt. Ich atme die feuchte, salzige Luft ein, die nach altem Holz und einem Hauch von Ferne riecht. Es ist die Melancholie des Wassers, die mich umgibt, eine Stille, die nur das leise Schlagen der Wellen gegen die Kaimauer unterbricht.

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