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Die Gondeln schlafen noch

Die Gondeln schlafen noch

Der frühe Morgen gehört mir. Die Stadt schläft noch, eingehüllt in einen Schleier aus feuchtem Dunst, der über die Lagune kriecht. Ich stehe am Kai, die Hände um eine Tasse warmen Kaffee geklammert, und blicke hinaus auf das Wasser. Es ist diese Stunde, bevor die...

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Der stille Atem des Morgens

Der stille Atem des Morgens

Ich schiebe die schweren Holztüren beiseite. Das warme, polierte Nussbaumholz fühlt sich kühl und vertraut unter meinen Handflächen an. Es ist dieser Moment, der alles verändert, der Übergang vom gedämpften Licht des Zimmers zur überwältigenden Helligkeit draußen. Ein...

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Corrado-Arato

Corrado-Arato

Ich stehe am Rand, die kalten Steine des Ufers drücken leicht gegen meine Stiefelsohlen. Über mir spannt sich der Himmel, ein weiches, milchiges Grau, das das Licht filtert und alles in eine gedämpfte, fast melancholische Klarheit taucht. Mein Blick folgt der Linie...

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Das Licht auf dem silbernen Wasser

Das Licht auf dem silbernen Wasser

Ich stehe hier, wo das Land endet und das Wasser beginnt, und ich bin der einzige Zeuge dieses Theaters aus Licht und Sturm. Die Welt ist ein tiefes, atmendes Indigo, ein Farbstich, der sich zwischen die letzten Schatten des Tages und die unerbittliche Kälte der Nacht geschoben hat. Es ist eine Stunde, in der die Zeit selbst zu zögern scheint, ein gedehnter Moment, der sich wie ein feuchter Mantel um meine Schultern legt.

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Gold auf nassem Stein

Gold auf nassem Stein

Die Kühle der Nacht legt sich sanft auf meine Haut, ein feiner Schleier, der die Wärme des Tages längst vertrieben hat. Es ist eine klare, fast schon spröde Luft, die den Geruch von altem Stein und einer fernen Feuchtigkeit in sich trägt – vielleicht das Meer, vielleicht nur der Regen, der vor Stunden die Gassen gewaschen hat. Meine Schritte hallen nicht wider; der nasse Boden schluckt jeden Laut, macht die Welt um mich herum zu einem gedämpften Echo meiner eigenen Präsenz. Nur ein leises, rhythmisches Plätschern, das von irgendwoher zu kommen scheint, durchbricht die tiefe Stille, die sich wie ein Mantel über diese alte Stadt gelegt hat.

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Betreten des Markusplatzes von unterhalb des Uhrturms

Betreten des Markusplatzes von unterhalb des Uhrturms

Der kühle Stein des Bogengangs umfängt mich noch, ein letzter Atemzug des Schattens, bevor ich in das gleißende Licht trete. Meine Schritte hallen leise auf dem Pflaster, ein diskreter Rhythmus, der die Stille nicht bricht, sondern nur markiert. Ich bin allein, oder...

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