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Einsam am See

Einsam am See

Der Moment ist so still, dass er fast wehtut. Ich sitze hier, auf dem Ende des Holzstegs, die Füße baumeln knapp über der spiegelglatten Oberfläche des Sees. Es ist noch nicht ganz Tag, eher eine lange, tiefe Dämmerung, die alles in ein monochromes Blau taucht. Das Licht, das von irgendwo hinter dem dichten Waldsaum kommt, ist kein warmes Leuchten, sondern ein kalter, silberner Schein, der den Nebel über dem Wasser fast greifbar macht.

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Rialto im Nebel

Rialto im Nebel

Der Nebel legt sich wie ein feuchter, grauer Schleier über Venedig. Er schluckt die Geräusche und die Farben, lässt nur gedämpfte Echos und blasse Konturen zurück. Ich stehe am Ufer des Kanals, meine Finger umklammern das kühle, schmiedeeiserne Geländer einer fast...

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Der Nebel

Der Nebel

Er ist nicht einfach nur feucht und kalt, er ist ein Versprechen, das in Blau getaucht ist. Ich stehe hier draußen auf dem schmalen Steg, und das Holz unter meinen Füßen fühlt sich rau und kühl an, ein Anker in dieser fließenden Welt. Alles um mich herum ist in dieses tiefe, melancholische Türkis getaucht, als hätte die Nacht beschlossen, nicht ganz zu gehen.

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Das Flüstern der alten Steine

Das Flüstern der alten Steine

Ich sitze tief in der Gondel, eingehüllt in die Stille, die nur das leise Schlagen des Wassers gegen den Bug durchbricht. Es ist ein tiefes, kühles Türkis, dieses Wasser, das die Schatten der hohen, alten Palazzi spiegelt. Die Luft ist feucht und riecht nach Salz und etwas Altem, nach nassem Stein und der fernen Süße von Kaffee, die irgendwo aus einem Fenster weht.

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Bei Giulia

Bei Giulia

Der Steinboden unter meinen Füßen ist kühl, rau und uneben, eine Textur, die ich fast mehr fühle als sehe. Es ist die späte Stunde zwischen Tag und Abend, die Stunde, in der das ockergelbe Haus über mir zu glühen beginnt. Die Fensterläden, ein sattes, verwittertes...

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Das Leuchten der Blauen Stunde

Das Leuchten der Blauen Stunde

Der Himmel über Mailand trägt sein tiefstes Blau, ein Samttuch, das sich über die Stadt legt. Ich stehe am Rande des Platzes, die Kühle des Abends kriecht langsam durch meinen Mantel. Die Luft ist klar und riecht nach feuchtem Stein und dem fernen, süßlichen Duft von gerösteten Mandeln.

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