Der Himmel explodiert in einem stillen Feuerwerk aus Violett, Rosa und tiefem Blau. Es ist noch nicht Tag, aber die Nacht hat ihren Kampf bereits verloren. Ich stehe am Kai, die kalten Steinplatten unter meinen Füßen, und spüre die feuchte Kälte der Lagune, die sich langsam vor der Wärme der aufgehenden Sonne zurückzieht.
Die dreiflammige Laterne direkt vor mir ist der letzte Anker der Dunkelheit. Ihr Licht, ein warmes, gelbes Versprechen, kämpft noch gegen die überwältigende Helligkeit des Himmels an, aber es ist ein Kampf, der bald beendet sein wird. Ich sehe die feinen, gusseisernen Verzierungen ihres Arms, ein dunkles, elegantes Detail vor dem leuchtenden Hintergrund.
Mein Blick geht über das Wasser, das in einem tiefen, unruhigen Violett schlägt. Es ist noch dunkel genug, dass die Wellen die Farben des Himmels in einem gebrochenen, flackernden Spiegel einfangen. Ich höre das leise, aber stetige Plätschern der Wellen gegen die hölzernen Anlegestege und die Gondeln, die dort vertäut liegen. Es ist das einzige Geräusch, das die Stille des frühen Morgens durchbricht, ein beruhigender, rhythmischer Puls.
Dort drüben, über das Wasser hinweg, liegt San Giorgio Maggiore. Die Insel ist in ein weiches, fast mythisches Licht getaucht. Der Campanile und die Kuppel sind keine scharfen Konturen mehr, sondern sanfte Silhouetten, die von den Farben des Himmels umspielt werden. Sie wirken wie eine Vision aus einem Traum, die mit dem ersten Sonnenstrahl verschwinden wird.
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