Meer, Licht, Jahreszeiten – Natur als Spiegel der Seele

Das Meer ist in meinen Geschichten fast immer da. Mal tobt es wie in der Bretagne, mal ruht es wie an den Kanälen Venedigs, mal ist es grenzenlos wie an der neuseeländischen Westküste. Für mich ist es mehr als Wasser – es ist ein Spiegel.

Maëlle malt das Meer, und in seinen Farben liegt ihr Gemütszustand. Leif steht am Ozean und erkennt seine eigene Weite – oder seine eigene Einsamkeit. Alex verliert sich im Nebel, Tomas findet sich im goldenen Licht Roms.

Auch die Jahreszeiten tragen in meinen Büchern eine Bedeutung. Herbst in Venedig heißt Verhüllung, Übergang, Vorahnung. Sommer in der Bretagne ist Offenheit und Licht. Winter in Rom ist stiller, aber voller kleiner, warmer Augenblicke.

Ich liebe es, wenn Natur und Emotionen sich verweben. Wenn der Leser beim Sturm nicht nur Wind und Regen spürt, sondern auch den inneren Aufruhr meiner Figuren. Wenn ein Sonnenuntergang nicht nur schön ist, sondern eine Entscheidung ankündigt.

Vielleicht schreibe ich deshalb so oft über Küsten, Licht und Wetter – weil sie uns zeigen, dass alles im Wandel ist. Und dass selbst der heftigste Sturm irgendwann einer stillen See weicht.