Venedig ist eine Stadt voller Spiegelungen – auf dem Wasser, in den Masken des Karnevals, aber auch in uns selbst. Genau dort habe ich meine Figuren Alex und Chiara platziert, weil diese Stadt wie kaum eine andere das Spiel von Verbergen und Enthüllen inszeniert.
Alex kommt nach Venedig, ohne wirklich zu wissen, wonach er sucht. Er trägt eine Beziehung im Herzen, die längst brüchig ist, und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der alles verführerisch, aber auch trügerisch ist. Die Masken, die er dort sieht, sind mehr als Kostüme: Sie sind Spiegel seiner eigenen Zweifel und Sehnsüchte.
Chiara hingegen, die geheimnisvolle Frau, die er kennenlernt, steht für das andere Gesicht Venedigs – für das, was man nicht sofort erkennt. Sie zeigt ihm, dass Leidenschaft nicht nur Ekstase bedeutet, sondern auch Mut, sich selbst die eigene Wahrheit einzugestehen.
Ich wollte mit diesem Roman nicht einfach eine Liebesgeschichte erzählen. Mich interessierte, was passiert, wenn wir unsere Masken ablegen. Ob wir dann freier sind – oder verletzlicher. Und ich glaube, dass viele Leserinnen und Leser diese Frage kennen. Venedig ist dafür der perfekte Resonanzraum: eine Stadt, die man nie ganz versteht, die aber immer Gefühle weckt.
„Masken der Begierde“ ist für mich ein Roman über den Mut, sich in der Liebe zu verlieren – und gleichzeitig wiederzufinden.
