Es gibt Orte, die uns mehr sagen, als Worte es könnten. Die Bretagne ist für mich so ein Ort – rau, wild, und doch voller zarter Schönheit. Maëlle, meine Protagonistin, lebt dort. Sie malt das Meer, das für sie Heimat ist und zugleich Sehnsucht.
Als Lukas, ein deutscher Fotograf, in ihr Leben tritt, beginnt ein Dialog zwischen zwei Welten: Standhaftigkeit und Bewegung, Verwurzelung und Aufbruch. Was mich besonders reizte, war dieses Spannungsfeld: Wie sehr lassen wir andere Menschen an unser Leben, an unsere Landschaft, an unser Innerstes?
Die Bretagne ist in diesem Roman kein Hintergrund, sondern eine Figur. Die Gezeiten, das Licht, die Stürme – sie sprechen mit und verändern die Figuren. Ich habe selbst viele Stunden am Meer verbracht, um zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn man gegen den Wind ankämpft oder sich vom Rhythmus der Wellen tragen lässt.
„Der Ruf der Küste“ ist eine Liebesgeschichte, aber auch ein Roman über den Mut, die eigene Stimme zu finden – selbst wenn der Wind dagegen anschreit.
