Die Stille, die spricht: Wie Seele im Exil entstand

Die Stille, die spricht: Wie Seele im Exil entstand

Vom Gedanken zur Geschichte

Es gibt Geschichten, die man planvoll entwickelt – und es gibt jene, die sich wie von selbst schreiben. Seele im Exil gehört für mich zur zweiten Kategorie. Dieses Buch war kein Projekt, sondern eine Begegnung: mit einer Stimmung, einem Thema, einem inneren Riss.

Die erste Notiz war kein Plotpunkt, sondern ein Gefühl.
Stille.
Nicht friedlich, sondern fordernd.
Eine Stille, die den Blick nach innen zwingt.

Julian – keine Erfindung, sondern ein Spiegel

Julian tauchte nicht als Held auf. Er ist ein Echo jener Fragen, die viele Menschen kennen, aber ungern zulassen:

  • Was bleibt von uns, wenn wir alles abstreifen, was wir „tun“?
  • Wie viel Lärm verdeckt unser Innenleben?
  • Was passiert, wenn man plötzlich mit sich selbst allein ist?

Er ist fehlerhaft, widersprüchlich, verletzlich – und damit zutiefst menschlich.

Die zwei Kräfte: Lena & Eva

Während des Schreibens wurde klar:
Dies ist kein Dreieck im klassischen Sinn.
Lena und Eva sind zwei Kräfte, zwei Archetypen, zwei Spiegel:

  • Lena: Wärme, Nähe, Hoffnung – das, was wir uns wünschen, aber oft nicht annehmen können.
  • Eva: Klarheit, Provokation, Wahrheit – das, was uns weiterbringt, obwohl es schmerzt.

Beide bringen Julian zum Kippen. Beide reißen Mauern ein, die er für unzerstörbar gehalten hat.

Der See als Charakter

Die Landschaft im Buch ist nicht Kulisse, sondern eigenständige Figur.
Der See beobachtet, kommentiert, verstärkt.
Er ist Spiegel, Abgrund, Ruhepol – ein stiller Chronist von Julians innerem Zerfall und möglicher Heilung.

Warum dieses Buch geschrieben werden musste

Seele im Exil ist keine Geschichte über Einsamkeit.
Es ist eine Geschichte über die Gespräche, die in uns stattfinden, wenn der äußere Lärm verstummt.

Ich habe beim Schreiben verstanden:
Die Stille heilt nicht automatisch.
Aber sie zeigt, was geheilt werden muss.

Alex‘ Tagebuch

Alex‘ Tagebuch

Ein Job, der alles verändert. Eine Stadt, die niemals schläft. Eine Liebe, die alle Grenzen sprengt.
Der junge, ehrgeizige Investmentbanker Alexander Strasser hat alles, wovon andere träumen: einen steile Karriere in Frankfurt, ein luxuriöses Leben und eine vielversprechende Zukunft. Als ihm die einmalige Chance geboten wird, für sechs Monate die Leitung der Niederlassung in Shanghai zu übernehmen, zögert er keine Sekunde. Es ist der Karrieresprung, auf den er immer gewartet hat.
Doch die pulsierende Metropole Shanghai ist mehr als nur ein neues Pflaster für berufliche Erfolge. In der schillernden Welt zwischen Wolkenkratzern und traditionellen Gassen, zwischen knallharten Geschäftsverhandlungen und der Magie des Fernen Ostens, gerät Alexanders geordnetes Leben aus den Fugen. Er trifft auf die faszinierende und undurchschaubare Geschäftsfrau Chun, seine rechte Hand im Büro, die ihn mit ihrer Intelligenz und Stärke beeindruckt und ihm die Türen zu einer fremden Kultur öffnet.
Gleichzeitig zieht ihn die geheimnisvolle Tänzerin Shīhán mit ihrer anmutigen Schönheit und ihrer tiefen Emotionalität in ihren Bann. Eine zufällige Begegnung am Ufer des Huangpu-Flusses wird zu einer schicksalhaften Verbindung, die seine Welt auf den Kopf stellt und ihn an allem zweifeln lässt, was er bisher für wichtig hielt.
Zerrissen zwischen zwei Frauen, zwischen zwei Kulturen und zwischen Karriere und Herz, muss Alexander eine Entscheidung treffen, die nicht nur seine Zukunft, sondern auch sein Innerstes für immer verändern wird.
„Sechs Monate in Shanghai“ ist ein fesselnder Roman über die Suche nach sich selbst, die Macht der Liebe und die Magie eines Neuanfangs an einem Ort, an dem alles möglich scheint. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die Sie von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen wird.
🌏✨ Was passiert, wenn ein Frankfurter Banker alles hinschmeißt und nach Australien reist?

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„Roter Staub und zweite Chancen“ erzählt die Geschichte von Jan, der nach einer Panikattacke sein sicheres Leben aufgibt und im Outback nicht nur sich selbst, sondern auch die Liebe findet.

Eine bewegende Geschichte über:

  • Den Mut zum Neuanfang
  • Die transformative Kraft der Wildnis
  • Authentische Begegnungen mit der Aboriginal-Kultur
  • Eine Liebe, die aus gemeinsamen Werten entsteht

Für alle, die schon mal davon geträumt haben, alles hinzuschmeißen und ein authentisches Leben zu leben.

#Australien #Neuanfang #Outback #Selbstfindung #Liebesroman #Buchempfehlung #ZweiteChance #Authentizität #Reiseroman #Transformation

Im Herzen von Trastevere – Rom und die zweite Chance

Im Herzen von Trastevere – Rom und die zweite Chance

Rom ist für mich eine Stadt der Kontraste: laut und leise, chaotisch und erhaben, heilig und profan. In „Im Herzen von Trastevere“ lasse ich Tomas, einen erfolgreichen, aber unglücklichen Deutschen, hier auf Giulia treffen – eine Römerin, die mitten im Leben steht.

Ihre Begegnung ist nicht die eines Films mit sofortigem Happy End. Es ist eine Annäherung, die von Missverständnissen, kulturellen Unterschieden und alten Wunden geprägt ist. Aber gerade darin liegt für mich die Schönheit: dass Liebe nicht immer leicht ist, sondern Arbeit bedeutet.

Trastevere, das Viertel mit seinen engen Gassen und Trattorien, wird zum Symbol für diesen Prozess. Man verläuft sich, man findet sich wieder, man entdeckt versteckte Plätze, die man allein nie gefunden hätte.

Dieser Roman ist für mich eine Liebeserklärung an die zweite Chance. An die Möglichkeit, mitten im Leben noch einmal neu anzufangen – auch wenn man glaubt, es sei zu spät. Rom hat mich gelehrt, dass es nie zu spät ist, das Herz zu öffnen.

Te Moana, mein Rauschen – Neuseeland und die Kunst des Loslassens

Te Moana, mein Rauschen – Neuseeland und die Kunst des Loslassens

Neuseeland ist für viele ein Sehnsuchtsort – für mich wurde es zum Symbol des Aufbruchs. In „Te Moana, mein Rauschen“ lasse ich Leif, einen Deutschen, der mit seinem alten Leben hadert, ans andere Ende der Welt reisen.

Dort begegnet er Maia, die ihn in die Philosophie der Māori einführt: Aroha, die Liebe, die Verbundenheit, das Miteinander. Für Leif bedeutet das eine völlige Umkehr – weg vom Leistungsdenken, hin zu einer neuen Definition von Glück.

Mich hat an dieser Geschichte die Frage bewegt: Können wir uns wirklich neu erfinden? Oder nehmen wir immer unser altes Ich mit? Leif spürt schnell, dass auch in der Ferne die inneren Kämpfe nicht verschwinden. Aber er lernt, dass man sie in einem neuen Licht betrachten kann.

„Te Moana“ ist ein Roman über das Loslassen – von Erwartungen, von alten Mustern, von der Angst, Fehler zu machen. Und gleichzeitig ein Liebesroman, der zeigt, dass Nähe manchmal gerade dort entsteht, wo man alles andere hinter sich lässt.

Der Ruf der Küste – Die Bretagne als Spiegel der Seele

Der Ruf der Küste – Die Bretagne als Spiegel der Seele

Es gibt Orte, die uns mehr sagen, als Worte es könnten. Die Bretagne ist für mich so ein Ort – rau, wild, und doch voller zarter Schönheit. Maëlle, meine Protagonistin, lebt dort. Sie malt das Meer, das für sie Heimat ist und zugleich Sehnsucht.

Als Lukas, ein deutscher Fotograf, in ihr Leben tritt, beginnt ein Dialog zwischen zwei Welten: Standhaftigkeit und Bewegung, Verwurzelung und Aufbruch. Was mich besonders reizte, war dieses Spannungsfeld: Wie sehr lassen wir andere Menschen an unser Leben, an unsere Landschaft, an unser Innerstes?

Die Bretagne ist in diesem Roman kein Hintergrund, sondern eine Figur. Die Gezeiten, das Licht, die Stürme – sie sprechen mit und verändern die Figuren. Ich habe selbst viele Stunden am Meer verbracht, um zu spüren, wie es sich anfühlt, wenn man gegen den Wind ankämpft oder sich vom Rhythmus der Wellen tragen lässt.

„Der Ruf der Küste“ ist eine Liebesgeschichte, aber auch ein Roman über den Mut, die eigene Stimme zu finden – selbst wenn der Wind dagegen anschreit.

Masken der Begierde – Venedig zwischen Leidenschaft und Selbstfindung

Masken der Begierde – Venedig zwischen Leidenschaft und Selbstfindung

Venedig ist eine Stadt voller Spiegelungen – auf dem Wasser, in den Masken des Karnevals, aber auch in uns selbst. Genau dort habe ich meine Figuren Alex und Chiara platziert, weil diese Stadt wie kaum eine andere das Spiel von Verbergen und Enthüllen inszeniert.

Alex kommt nach Venedig, ohne wirklich zu wissen, wonach er sucht. Er trägt eine Beziehung im Herzen, die längst brüchig ist, und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, in der alles verführerisch, aber auch trügerisch ist. Die Masken, die er dort sieht, sind mehr als Kostüme: Sie sind Spiegel seiner eigenen Zweifel und Sehnsüchte.

Chiara hingegen, die geheimnisvolle Frau, die er kennenlernt, steht für das andere Gesicht Venedigs – für das, was man nicht sofort erkennt. Sie zeigt ihm, dass Leidenschaft nicht nur Ekstase bedeutet, sondern auch Mut, sich selbst die eigene Wahrheit einzugestehen.

Ich wollte mit diesem Roman nicht einfach eine Liebesgeschichte erzählen. Mich interessierte, was passiert, wenn wir unsere Masken ablegen. Ob wir dann freier sind – oder verletzlicher. Und ich glaube, dass viele Leserinnen und Leser diese Frage kennen. Venedig ist dafür der perfekte Resonanzraum: eine Stadt, die man nie ganz versteht, die aber immer Gefühle weckt.

„Masken der Begierde“ ist für mich ein Roman über den Mut, sich in der Liebe zu verlieren – und gleichzeitig wiederzufinden.

Zwischen München, Paris und Boston – Wenn Entfernungen Herzen herausfordern

Zwischen München, Paris und Boston – Wenn Entfernungen Herzen herausfordern

Manchmal ist es nicht der Atlantik, der zwischen zwei Menschen liegt, sondern all die Fragen, die sich mit ihm auftun. „Transatlantische Gleichung“ ist für mich genau daraus entstanden: der Versuch, in einer Liebesgeschichte den Spagat zwischen Nähe und Distanz, zwischen Sehnsucht und Vernunft zu beschreiben.

Lukas, mein deutscher Ingenieur, reist für ein Projekt nach Boston. Clémence, die französische Wissenschaftlerin, arbeitet dort seit zwei Jahren und ist längst zerrissen zwischen ihrem alten Leben in Paris und der Unsicherheit in Amerika. Eigentlich sollten sie sich nur zu Geschäftszwecken begegnen. Doch wie das so ist: Manchmal genügt ein einziges Lächeln, ein einziges ehrliches Wort, um eine neue Realität zu erschaffen.

Mich reizte an dieser Konstellation nicht nur das klassische „Frau trifft Mann“ – sondern der kulturelle und emotionale Ballast, den beide mitbringen. Lukas schleppt seine gescheiterte Ehe mit nach Boston, die ihn nüchterner, vielleicht auch vorsichtiger gemacht hat. Clémence lebt mit der ständigen Angst, ihr Visum könnte nicht verlängert werden – sie weiß, dass ihr Zuhause auf wackeligen Füßen steht. Zwei Menschen, die beide „fremd“ sind, selbst dort, wo sie gerade leben.

Gerade diese Fremdheit verbindet sie. Und gleichzeitig ist sie die größte Herausforderung. Wie geht man eine Beziehung ein, wenn man nicht weiß, in welchem Land man in einem Jahr lebt? Wie viel Mut erfordert es, Gefühle zuzulassen, während der Boden unter einem schwankt?

Boston ist in diesem Roman nicht nur Kulisse, sondern Bühne. Die alte Hafenstadt wirkt gleichzeitig europäisch und amerikanisch, vertraut und fremd – genau wie die Gefühle meiner Protagonisten. In den schmalen Straßen von North End, in den Jazzbars von Roxbury, am Hafen mit Blick auf das Meer – überall spiegelt die Stadt die inneren Spannungen wider. Lukas erlebt Boston zunächst als anonymen Geschäftsreise-Ort, doch durch Clémence entdeckt er das echte Boston: die versteckten Plätze, die Geschichten, die Wärme.

Und dann ist da das Thema „Wahrheit“. Lukas verkauft Maschinen, aber eigentlich verkauft er – wie Clémence es bemerkt – die Wahrheit. Seine Direktheit irritiert Amerikaner, aber genau diese Ehrlichkeit macht ihn für sie so besonders. Clémence wiederum kämpft mit der Frage, ob sie ihr Leben weiter auf „vielleicht“ bauen soll – vielleicht bleibt sie, vielleicht wird sie ausgewiesen, vielleicht wird Phoenix, ihr Forschungsprojekt, ein Erfolg. Ihre Begegnung mit Lukas zwingt sie, Antworten zu finden, die über die Wissenschaft hinausgehen.

Für mich ist „Transatlantische Gleichung“ ein Roman über den Mut zur Unsicherheit. Über zwei Menschen, die wissen, dass ihre Liebe alles andere als praktisch ist – und sie trotzdem riskieren. Es ist ein Roman über Entscheidungen, die man nicht verschieben kann, weil das Leben sonst für einen entscheidet.

Und vielleicht ist es genau das, was mich an solchen Geschichten so fasziniert: die Frage, wie weit wir bereit sind, für ein Gefühl zu gehen. Über Kontinente hinweg, über die eigene Angst, über die Bequemlichkeit der Routine.

Ich glaube, manchmal müssen wir unsere ganz persönliche Gleichung lösen: zwischen Herz und Kopf, zwischen Risiko und Sicherheit, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Lukas und Clémence versuchen es. Und vielleicht erkennen wir in ihrer Geschichte ein Stück unserer eigenen.

LESEPROBE

Kapitel 1 – Stop Loss

Frankfurt, 7:42 Uhr. Draußen klirrt der Novemberregen gegen die Scheiben wie eine kaputte Klimaanlage auf Koks. Ich starre auf sechs Bildschirme, sehe nichts. Zahlen tanzen, Balken blinken. Mein Kopf rauscht.

Tommi kaut laut. Müsli mit Chiasamen. Immer diese Scheiß-Chiasamen. Als würden sie ihm den Arsch retten, wenn der DAX wieder abrauscht.

Ich trinke den dritten Espresso. Der schmeckt wie durch ein altes T-Shirt gefiltert. Vielleicht ist es auch das T-Shirt. Hab seit zwei Tagen nicht mehr gewechselt. Lea sagt gestern, ich seh aus wie ein schlechter Screenshot meiner selbst. Ich lache nicht. Sie meint’s nicht böse. Lea meint nie was böse.

Stop Loss. Ich höre das Wort wie durch Watte. Gregors Stimme, glitschig wie ein Aal im Anzug: „Jannis, was machst du da gerade? Die Techs brechen weg.“

Ich mache nichts. Ich beobachte. Ich warte. Dann drücke ich. Einen Knopf. Falscher Knopf. Oder richtiger, das weiß man immer erst später.

Ein Alarmton pfeift schrill. Ich glaub, es ist mein Hirn. Die Bildschirme explodieren nicht, aber sie könnten.

Gregor ist plötzlich hinter mir. Seine Hände klatschen auf die Lehne meines Stuhls wie Haftbefehle. „Willst du mir erklären, was das war?“

Ich drehe mich langsam um. Schaue ihn an. Seine Krawatte hat so ein Fischgrätmuster, als würde sie rückwärts schwimmen. Ich sage: „Nein.“

Er sagt: „Du hast gerade siebenstellig versenkt.“

Ich sage: „Ich hab mich vertan.“ Er starrt. „Das war keine Versehenstaste, Jannis.“ Ich sage: „Ich glaub, ich bin müde.“ Er sagt nichts. Atmet durch die Nase. Wie ein Yoga-Stier.

Ich stehe auf. Meine Knie sind Gummi. Gehe durch den Raum, vorbei an Leuten, die plötzlich so tun, als wären sie in Excel vertieft. Ich öffne das Fenster in der Teeküche. Kalte Luft schlägt mir ins Gesicht. Für einen Moment denke ich: Jetzt springen. Aber ich bin im dritten Stock. Das bringt höchstens eine Verstauchung.

Lea kommt rein. Hält mir eine Tasse hin. „Tee. Beruhigt.“ Ich nehme sie. Sage: „Danke. Ich kündige morgen.“ Sie lacht. Dachte, ich mach Witze. Ich nicht.

In der Nacht schlafe ich nicht. Ich laufe durch meine Wohnung wie ein Tier im Käfig. Bücherregale, die nur Deko sind. Klamotten, die nach zu viel Leben riechen. Ich tippe „Australien Abenteuerurlaub“ in die Suche. Klick. Klick. Noch ein Klick. Plötzlich hab ich ein Ticket. One-Way. Darwin. Abflug in 11 Tagen.

Ich leg mich auf den Boden. Spüre das Parkett unter dem Rücken. Und plötzlich – für drei Minuten – ist alles ruhig. Dann klingelt das Handy. Gregor. Ich geh nicht ran. Ich geh nie wieder ran.