Frauenfiguren zwischen Stärke und Verletzlichkeit

Ich habe nie an die eine Definition von „starker Frau“ geglaubt. Für mich ist Stärke nicht gleichbedeutend mit Unverwundbarkeit.

Chiara in „Masken der Begierde“ ist stark, weil sie sich ihren Schmerz eingesteht. Maëlle in „Der Ruf der Küste“ findet ihre Stärke darin, verwurzelt zu bleiben, auch wenn das Herz sie in die Ferne zieht. Giulia in „Im Herzen von Trastevere“ kennt ihre Grenzen – und überschreitet sie, wenn es nötig ist. Maia in „Te Moana, mein Rauschen“ trägt eine Sanftheit in sich, die andere unterschätzen, bis sie merken, wie fest sie steht.

Ich glaube, wir brauchen diese Vielschichtigkeit in Geschichten. Frauen dürfen in meinen Büchern weinen und lachen, zweifeln und entscheiden, scheitern und wachsen. Sie sind nicht dafür da, perfekt zu sein – sie sind dafür da, echt zu sein.

Und vielleicht ist das die wahre Stärke: nicht unerschütterlich zu sein, sondern sich trotz der eigenen Risse für die Liebe, für einen Traum oder für sich selbst zu entscheiden.